20 Wege, den Digitalen Produktpass ans Produkt zu bringen
Ein Digitaler Produktpass hilft nur, wenn jemand ihn öffnet. Hier stehen 20 Wege, wie Marken ihn ans Produkt bringen, jedes Beispiel an seiner Quelle geprüft, und was du daraus für dein Produkt machst.
Inhalt in Kürze
- Meist sitzt der Code als QR-Code auf dem Pflege- oder Innenetikett, oft zusätzlich auf dem Hangtag. NFC steckt eher im Markenzeichen oder im Saum.
- Pflicht wird ein Datenträger am Produkt, an der Verpackung oder in den Begleitunterlagen. Ein Link in der Bestellmail ersetzt ihn nicht.
- Wie oft gescannt wird oder was ein Code kostet, nennt keine Marke in den Quellen, die wir gelesen haben.
Wie ein Pass nach dem Scan aussieht, zeigt unser Muster-Pass. Größe und Beschriftung stehen unter QR-Code gestalten.
Die 20 Wege:
- Am Produkt selbst: Pflegeetikett, Story-Etikett, gewebter Code, NFC im Markenzeichen, NFC-Patch, unsichtbarer Chip, RFID und QR, Gravur
- An Hangtag, Verpackung und im Laden: Hangtag, Gestaltung, Verpackung, Laden
- Im Shop und nach dem Kauf: Produktseite, Bestellbestätigung, Impact-Beleg, Garantiekarte
- Im Leben des Produkts: Pflege und Reparatur, Weiterverkauf, Echtheit, Rücknahme
So setzen Marken es heute um
Für keines dieser Produkte gilt heute schon eine Pass-Pflicht. Manche Codes sind älter als die EU-Ökodesign-Verordnung und dienten zuerst der Echtheit oder dem Marketing.
| Marke | Produkt | Datenträger | Ort | Nach dem Scan | Quelle |
|---|---|---|---|---|---|
| bonprix, Circular Collection | Denim-Hosen, Kleid, Hemden, Top | QR-Code | Hangtag und gewebtes Etikett | Material, Produktionsorte, Pflege, Rückgabe | bonprix, 03.04.2025 |
| bonprix, Denim | rund 40 Jeans, Shorts und Röcke | QR-Code | Hangtag und gewebtes Etikett | Material, Pflege, Styling, Video zum Kürzen | bonprix, 05.05.2026 |
| Hessnatur | Denim, Pilot | RFID-Chip und QR-Code | im Kleidungsstück | Pflege, Material, Reparaturanleitung, Second-Hand-Shop | RAIN Alliance, Februar 2026 |
| Odlo | alle Produkte ab Frühjahr/Sommer 2025 | QR-Code | Produktetikett | Stoffherstellung, Färbung, Fertigung | textile network, 24.06.2025 |
| On | Schuhe, Kleidung, Accessoires | RFID-Chip und QR-Code | im Schuh eingebettet, an Kleidung eingenäht oder befestigt | Echtheit, Garantie, Reparatur, Second-Hand | RAIN Alliance, Februar 2026 |
| Lindex | BH, Babybody | QR-Code | Pflegeetikett | Material, Pflege, Lieferkette, Recycling | Lindex, 10.06.2026 |
| Garcia | alle Kleidungsstücke ab Frühjahr/Sommer 2025 | QR-Code | Pflegeetikett | Herkunft, Zusammensetzung, Anteil recycelter Materialien | NFCW, 04.02.2025 |
| Coachtopia | Taschen, Kleinleder, Kleidung, Schuhe | NFC-Chip, oft dazu QR-Code | je Produkt verschieden, siehe Weg 4 | Material, Umweltwirkung, Reparatur und Inzahlungnahme | Coach, ohne Datum |
| Zegna, Vellus Aureum | Strick, Overshirts, Jacken, Hüte | NFC-Chip | rechter Saum, linke Innentasche, unter dem Etikett | Produktseite, Eigentumszertifikat | NFCW, 12.02.2025 |
| C.P. Company | Jacken, Mäntel, Sweats, Hoodies | NFC-Chip, bei Shirts QR-Code | im Abzeichen „Lens“ | technische Angaben, Pflege | Händler EQVVS, 10.08.2026 |
| Monobi | Wolljacke | NFC-Tag | am Saum (Foto) | Herkunft, Zusammensetzung, Pflege, Reparatur, Recycling | Monobi, 16.11.2023 |
| adidas, PulseBoost HD | Laufschuh | QR-Code | Zunge | Playlist je nach Ort | VIR, 13.08.2019 |
| Pangaia | T-Shirts der Linie Horizon | QR-Code | Pflegeetikett | Herkunft, Produktionsorte, Transport, Pflege | laut Anbieter EON, 20.03.2021 |
| Chloé, Vertical | Linie Chloé Vertical | NFC-Tag oder QR-Code | nicht genannt | Herstellung, Pflege, Reparatur, Echtheitszertifikat, Weiterverkauf | laut Anbieter EON, 20.02.2023 |
| Ulé (Shiseido) | Serum C-Bright | Link | Bestellbestätigung | Zutaten, Herstellung | Journal du Luxe, 29.02.2024 |
| Asket | Kleidung | mit der Bestellbestätigung | CO2e, Wasser, Energie je Kleidungsstück | Asket, Juli 2023 | |
| Breitling | Top Time, limitierte Edition | elektronische Garantiekarte | zur Uhr | Seriennummer, Garantiebeginn, Übertragung | Cointelegraph, 29.03.2020 |
| Tenways | E-Bike-Akku | QR-Code | Akkupack | Kapazität, Zellchemie, Herstelldatum | Cleanrider, 15.10.2026 |
| Bvlgari | einige Uhrenlinien von 2026 | Data-Matrix-Code, graviert | Gehäuseboden | Bvlgari Digital Passport | Loupiosity, 14.05.2026 |
| Teemill | T-Shirts | QR-Code | Pflegeetikett | Rücksendeetikett, Gutschrift | FashionUnited, 14.06.2019 |
Die Beispiele stammen aus öffentlichen Quellen. Die genannten Marken haben an diesem Artikel nicht mitgewirkt.
Was Pflicht ist und was du frei gestaltest
Wo der Datenträger sitzt und wie er aussieht, legt für jede Produktgruppe ein eigener Rechtsakt fest (Art. 9 Abs. 2 Buchst. b und c ESPR). Pflicht wird dann ein physischer Datenträger auf dem Produkt, an der Verpackung oder in den Begleitunterlagen (Art. 10 Abs. 1 Buchst. b). Kein digitaler Weg ersetzt ihn. Für Textilien und die meisten anderen Produktgruppen ist der Pass heute freiwillig, als „EU-konform“ darfst du ihn dann nicht bezeichnen (§ 5 UWG). „Pflicht möglich“ heißt unten, ein Rechtsakt kann diesen Ort oder diese Technik verlangen.
Am Produkt selbst
Ein Code am Produkt bleibt, solange das Produkt da ist.
1. Pflegeetikett mit QR-Code
Bei Lindex sitzt der Code seit Juni 2026 auf dem Pflegeetikett eines BHs. Den Pass dazu kann jeder öffnen. Odlo nennt den Code auf seinen Etiketten einen „digitalen Zwilling“ des Pflegeetiketts, mit dem Weg vom Stoff über die Färbung bis zum fertigen Teil (textile network, 24.06.2025).
Was du daraus machst: Setz den Code neben die Angaben zur Faser, die bleiben auf dem Etikett.
Pflicht oder freiwillig: Pflicht möglich, am Produkt.
2. Story-Etikett im Kleidungsstück
Chinti & Parker hat in der Kollektion Herbst/Winter 2024 jedem einzelnen Strickteil einen eigenen QR-Code auf dem Etikett gegeben, mit Herkunft, Zusammensetzung und Lieferkette (NFCW, 14.01.2025). Bei Another Tomorrow zeigen zwei gleich aussehende Teile unterschiedliche Daten, wenn sie aus verschiedenen Ateliers stammen (Another Tomorrow).
Was du daraus machst: Erzähl hinter dem Code, was auf kein Etikett passt und was du belegen kannst.
Pflicht oder freiwillig: Pflicht möglich, am Produkt.
3. Gewebter QR-Code
Sioen hat sich im Textil-Transition-Pathway der EU verpflichtet, QR-Codes für die ganze Produktlinie schon in der Fertigung einzuweben (Selbstverpflichtung, 08.05.2025). Ob das geschafft ist, sagt die Quelle nicht. bonprix setzt den Code bei Denim ins gewebte Etikett.
Was du daraus machst: Lass eine Webprobe machen und scann sie nach ein paar Wäschen.
Pflicht oder freiwillig: Pflicht möglich, wenn Lesbarkeit und Haltbarkeit reichen.
4. NFC im Markenzeichen
Bei C.P. Company steckt der Chip in der „Lens“, dem Abzeichen auf Jacken, und führt ohne App zur Seite „Product Passport“, so der Händler EQVVS. Bei Coachtopia sitzt er je nach Produkt im Anhänger, im Etikett, im Bund oder in der Sohle. Dazu kommt ein QR-Code im Inneren.
Was du daraus machst: Setz einen QR-Code dazu, damit auch scannen kann, wer den Chip nicht findet.
Pflicht oder freiwillig: Pflicht nur möglich, wenn der Rechtsakt NFC zulässt. Als einziger Zugang für Kunden ungeeignet.
5. NFC im Patch
Balenciaga hat 2023 T-Shirts und Hoodies mit einem NFC-Patch versehen. Er führt zu einem Musikstück, und der Pass belegt die Echtheit (NFCW, 12.12.2023). Bei Balmain und Pokémon saß der Chip hinter dem Motiv der Patches, die es einzeln nur in neun Boutiquen gab (IoT For All, 07.09.2022).
Was du daraus machst: Ein Patch passt zu Sondereditionen.
Pflicht oder freiwillig: wie Weg 4.
6. Chip unsichtbar in Saum, Tasche oder Polster
Bei Zegna sitzt der NFC-Chip bei Strick im rechten Saum, bei Jacken in der linken Innentasche. Mit einem Zegna-Konto gibt es ein Eigentumszertifikat. Fritz Hansen hat bei einem Projekt einen Chip schon bei der Herstellung unter das Polster von Stühlen gesetzt (Fritz Hansen, 2023).
Was du daraus machst: Sag Kunden auf dem Etikett oder deiner Website, wo der Chip sitzt.
Pflicht oder freiwillig: wie Weg 4.
7. RFID und QR zusammen
Hessnatur testet bei Denim einen RFID-Chip mit QR-Code. Kunden finden darüber Pflege und Reparaturanleitung, Sortierbetriebe lesen beides. Bei On steckt der Chip im Schuh.
Was du daraus machst: RFID lohnt sich erst mit eigener Warenwirtschaft, für Kunden zählt der QR-Code daneben.
Pflicht oder freiwillig: Pflicht nur möglich, wenn der Rechtsakt RFID zulässt. Die EU-Kommission empfiehlt Händlern, RFID-Tags an der Kasse zu deaktivieren oder zu entfernen, außer der Kunde stimmt zu (Empfehlung 2009/387/EG, rechtlich nicht bindend).
8. Gravur und Aufdruck bei langlebigen Gütern
Bei Tenways steht ein QR-Code auf dem Akkupack der E-Bikes (Cleanrider, 15.10.2026). Bvlgari graviert bei einigen Uhren von 2026 einen Data-Matrix-Code in den Gehäuseboden (Loupiosity, 14.05.2026).
Was du daraus machst: Such eine matte Stelle, die auch nach Jahren zugänglich ist.
Pflicht oder freiwillig: Pflicht möglich, am Produkt. Ab 18. Februar 2027 gehört ein QR-Code auf die Batterie, für Akkus von E-Bikes kommt ein Batteriepass dazu (BattVO Art. 13 Abs. 6, Art. 77, siehe Batterieverordnung).
An Hangtag, Verpackung und im Laden
Hangtag und Verpackung erreichen Kunden vor dem Kauf und landen danach meist im Müll.
9. Hangtag für den Kauf, Etikett für danach
bonprix setzt den Code auf den Hangtag und ins gewebte Etikett, bei Denim mit Videos, etwa wie man eine Jeans kürzt. UpWest hat 2021 einen digitalen Hangtag für den Kauf und ein digitales Pflegeetikett für danach getrennt (Textile World, 12.10.2021).
Was du daraus machst: Setz auf beide denselben Code, dann führt jeder Scan zum selben Pass.
Pflicht oder freiwillig: Pflicht nur möglich, wenn der Rechtsakt den Hangtag zulässt. Bei Textilien eher Ergänzung zum Etikett.
10. Code als Gestaltung
adidas hat 2019 beim PulseBoost HD einen QR-Code neben GPS-Koordinaten auf die Zunge gesetzt. Er führt zu einer Playlist, je nach Ort. Rochambeau hat 2017 ein Etikett mit NFC und QR-Code wie das Motiv der Jacke gestaltet (RFID Journal, 07.03.2017).
Was du daraus machst: Ein Code darf auffallen, wenn dahinter etwas kommt, das den Scan wert ist.
Pflicht oder freiwillig: Pflicht möglich, am Produkt.
11. Verpackung und Umverpackung
Nespresso hat beim Kaffee Kahawa ya Congo einen eigenen QR-Code auf jede Packung gesetzt, der die Lieferkette zeigt (Packaging Journal).
Was du daraus machst: Die Verpackung landet im Müll, plan deshalb einen Code am Produkt mit.
Pflicht oder freiwillig: Pflicht möglich, an der Verpackung. Bei Spielzeug und Batterien nur, wenn der Code nicht aufs Produkt passt. Bei Wasch- und Reinigungsmitteln sitzt der Datenträger ab 23. September 2029 auf dem Etikett oder der Verpackung (Detergenzien-VO Art. 21 Abs. 4). Mehr zur Verpackung.
12. Im Laden und im Restaurant
Mashu hat 2019 in einem Pop-up bei Harvey Nichols Taschen mit QR-Code am Anhänger verkauft, laut Anbieter (Provenance, 18.04.2019). Austral Fisheries setzt den Code auch auf die Speisekarte, etwa im Restaurant Aria in Sydney (Austral Fisheries). Für ein Regalschild mit Code haben wir noch kein veröffentlichtes Beispiel gefunden.
Was du daraus machst: Aus Abstand braucht der Code mehr Größe.
Pflicht oder freiwillig: Freiwillig.
Im Shop und nach dem Kauf
Diese Wege kannst du als Onlinehändler sofort nutzen. Den Code am Produkt ersetzen sie nicht.
13. Produktseite vor dem Kauf
Ein Beispiel einer Marke haben wir nicht gefunden. Ist ein Pass Pflicht, machen Händler ihn leicht zugänglich, auch online (Art. 31 Abs. 2 ESPR). Bei fremder Ware bekommst du vom Hersteller oder Importeur auf Anfrage kostenlos eine digitale Kopie des Datenträgers (Art. 10 Abs. 3). Für Waschmittel ist das ab 23. September 2029 beschlossen, für Spielzeug ab 1. August 2030 (Detergenzien-VO Art. 20, Spielzeug-VO Art. 19 Abs. 7).
Was du daraus machst: Setz den Pass als Textlink auf jede Produktseite (Onlinehandel).
Pflicht oder freiwillig: Pflicht für Händler, sobald die Gruppe pflichtig ist.
14. Link in der Bestellbestätigung
Ulé von Shiseido schickt nach einer Bestellung einen Link zum Pass des Serums, dazu Einladungen zu Erlebnissen (Journal du Luxe, 29.02.2024).
Was du daraus machst: Setz nur den Link zum Pass in deine Bestellbestätigung.
Pflicht oder freiwillig: Freiwillig. Kommen Werbung, Einladungen oder eine Bitte um eine Bewertung dazu, braucht die Mail eine Einwilligung oder die Voraussetzungen der Ausnahme für Bestandskunden (§ 7 Abs. 2 Nr. 2 und Abs. 3 UWG).
15. Impact-Beleg mit der Bestellbestätigung
Asket schickt mit der Bestellbestätigung einen „Impact Receipt“ mit CO2e, Wasser und Energie je Kleidungsstück. Berechnet werden die Werte mit Vaayu (FashionUnited, 03.11.2023).
Was du daraus machst: Nenn, wie die Werte berechnet sind.
Pflicht oder freiwillig: Freiwillig. Angaben zur Umweltwirkung müssen stimmen, und du solltest sie belegen können (§ 5 Abs. 2 Nr. 1 UWG). Für Werbung in derselben Mail gilt dasselbe wie bei Weg 14.
16. Elektronische Garantiekarte und Wallet
Breitling hat 2020 eine limitierte Uhr mit elektronischer Garantiekarte verkauft. Ein Scan lädt den Pass in eine Wallet, beim Verkauf geht er an den Käufer (Cointelegraph, 29.03.2020). Bei Mugler sitzt der QR-Code innen in der Tasche, und der Pass zeigt die Vorbesitzer (Mugler, FAQ).
Was du daraus machst: Ein Code auf der Garantiekarte reicht für den Anfang.
Pflicht oder freiwillig: Garantiekarte: Pflicht möglich, in den Begleitunterlagen. Im Pass stehen keine Kundendaten ohne ausdrückliche Einwilligung (Art. 10 Abs. 1 Buchst. e ESPR).
Im Leben des Produkts
Der Pass nützt vor allem, wenn etwas kaputtgeht, den Besitzer wechselt oder zurückgegeben wird.
17. Pflege und Reparatur
Fnac Darty hat 4.000 aufbereitete Haushaltsgeräte mit einem QR-Code versehen, der Pflegeblatt, Anleitung und Hilfe zu Ersatzteilen zeigt (Fnac Darty, 08.11.2024). Bei Hessnatur führt der Code zu einer Reparaturanleitung, bei bonprix zu einem Video, wie man Jeans kürzt.
Was du daraus machst: Schon ein Pflegevideo macht den Pass nützlich.
Pflicht oder freiwillig: Freiwillig. Eine Ware als reparierbar darzustellen, wenn sie es nicht ist, ist gegenüber Verbrauchern seit 27. September 2026 verboten (UWG Anhang Nr. 23d Buchst. e).
18. Weiterverkauf
Bei Pangaia füllt der Scan des Pflegeetiketts die Verkaufsanzeige auf der Plattform ReWear aus (Just Style, 06.09.2023). Chloé hat 2023 ein Echtheitszertifikat mit Eigentumsnummer in den Pass gelegt, für den Weiterverkauf über Vestiaire Collective, laut Anbieter (EON, 20.02.2023).
Was du daraus machst: So bleiben Material und Herkunft auch beim zweiten Besitzer.
Pflicht oder freiwillig: Freiwillig.
19. Echtheit prüfen
Ralph Lauren hat 2019 angekündigt, Polo-Produkte mit einem QR-Code auf dem Etikett auszustatten, der unter anderem die Echtheit zeigt (Retail Dive, 05.11.2019). Bei Save The Duck nennt der Pass seit 2024 auch die Herkunft von Stoff und Knöpfen (Save The Duck).
Was du daraus machst: Frag deinen Anbieter, wie die Prüfung funktioniert, denn ein gedruckter Code lässt sich abfotografieren und nachdrucken.
Pflicht oder freiwillig: Freiwillig.
20. Rücknahme und Recycling
Bei Teemill führt der QR-Code im Pflegeetikett zu einem kostenlosen Rücksendeetikett und einer Gutschrift (FashionUnited, 14.06.2019). Bei Coachtopia wird der Pass aktualisiert, wenn ein Produkt repariert, in Zahlung genommen oder recycelt wird.
Was du daraus machst: Sag im Pass, wohin das Produkt am Ende geht.
Pflicht oder freiwillig: Freiwillig. Aussagen zu Rücknahme und Recycling nur, wenn sie stimmen (§ 5 Abs. 2 Nr. 1 UWG).
Was Mapasso dabei übernimmt
Mapasso legt den Pass aus deinen Shopify-Produkten an, mit QR-Code als SVG oder PNG, dessen Adresse gleich bleibt, wenn du den Pass änderst. Vor dem Etikettendruck sicherst du eine Druckversion, ein Block zeigt den Pass auf der Produktseite. NFC und RFID gehören nicht dazu. Mehr unter Digitaler Produktpass als Shopify-App.
Häufige Fragen
Welche Marken haben schon einen Digitalen Produktpass am Produkt? Zum Beispiel bonprix, Hessnatur, Odlo, On, Lindex und Garcia, siehe die Tabelle oben. Eine Pass-Pflicht gilt für Kleidung noch nicht.
Ersetzt ein Link in der Bestellmail den Code am Produkt? Nein. Wo ein Rechtsakt den Datenträger am Produkt verlangt, ersetzt ihn kein digitaler Weg. Der Link ist ein zusätzlicher Weg.
Quellen (38)
Abgerufen am 20.10.2026. „Laut Anbieter“ heißt: Fallstudie eines Technologieanbieters. Die genannten Marken haben an diesem Artikel nicht mitgewirkt.
- bonprix Circular Collection: bonprix, 03.04.2025
- bonprix Denim: bonprix, 05.05.2026
- Hessnatur und On: RAIN Alliance, Februar 2026
- Odlo: textile network, 24.06.2025
- Lindex: Lindex, 10.06.2026
- Garcia: NFCW, 04.02.2025
- Coachtopia: Coach, ohne Datum
- Zegna: NFCW, 12.02.2025
- C.P. Company: Händler EQVVS, 10.08.2026
- Monobi: Monobi, 16.11.2023
- adidas: VIR, 13.08.2019
- Pangaia: laut Anbieter EON, 20.03.2021
- Chloé: laut Anbieter EON, 20.02.2023
- Ulé: Journal du Luxe, 29.02.2024
- Asket: Asket, Juli 2023
- Breitling: Cointelegraph, 29.03.2020
- Tenways: Cleanrider, 15.10.2026
- Bvlgari: Loupiosity, 14.05.2026
- Teemill: FashionUnited, 14.06.2019
- Lindex, Pass zum BH „Lilja“
- Chinti & Parker: NFCW, 14.01.2025
- Another Tomorrow: Another Tomorrow
- Sioen: Selbstverpflichtung, 08.05.2025
- Balenciaga: NFCW, 12.12.2023
- Balmain: IoT For All, 07.09.2022
- Fritz Hansen: Fritz Hansen, 2023
- UpWest: Textile World, 12.10.2021
- Rochambeau: RFID Journal, 07.03.2017
- Nespresso: Packaging Journal
- Mashu: Provenance, 18.04.2019
- Austral Fisheries: Austral Fisheries
- Asket: FashionUnited, 03.11.2023
- Mugler: Mugler, FAQ
- Fnac Darty: Fnac Darty, 08.11.2024
- Pangaia ReWear: Just Style, 06.09.2023
- Ralph Lauren: Retail Dive, 05.11.2019
- Save The Duck: Save The Duck
- Recht: ESPR (EU) 2024/1781, Batterieverordnung (EU) 2023/1542, Spielzeug-Verordnung (EU) 2025/2509, Detergenzien-Verordnung (EU) 2026/405, Empfehlung 2009/387/EG, UWG
Keine Rechtsberatung. Stand: 20. Oktober 2026.