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EU Central DPP Registry: Was die zentrale Meldestelle bedeutet

Am 19. Juli 2026 geht die EU Central DPP Registry live. Sie ist die zentrale Daten-Anlaufstelle der EU-Kommission rund um Digitale Produktpässe und Voraussetzung für die spätere Marktüberwachung. Hier ist was du wissen musst.

Was die Registry tut

Die EU Central DPP Registry ist eine zentrale technische Infrastruktur die alle Pflicht-DPPs erfassen und auffindbar machen soll. Sie hat drei Hauptaufgaben:

  1. Eindeutigkeit: sicherstellen dass keine zwei Produkte denselben Identifier nutzen.
  2. Auffindbarkeit: Behörden, Zollbehörden und Marktüberwachung können nachschlagen welcher Pass zu welchem Produkt gehört.
  3. Auskunft: wenn ein DPP-Anbieter ausfällt, müssen die Daten weiterhin erreichbar sein (Trustee-Funktion).

Wer melden muss

Pflicht-Meldung gilt für jeden, der einen DPP-pflichtigen Produkttyp in der EU in Verkehr bringt. Konkret: Hersteller, Importeure, eingeschlossen Online-Händler die direkt aus Drittländern importieren.

Reine Reseller innerhalb der EU haben keine Direktmeldepflicht, müssen aber sicherstellen dass die Produkte die sie verkaufen einen gültigen Eintrag haben.

Welche Daten in der Registry liegen

Die Registry speichert nicht die kompletten DPP-Daten, sondern nur die Meta-Informationen die zum Auffinden nötig sind:

  • Unique Identifier des Produkts (GTIN basiert)
  • Produktkategorie und Sub-Kategorie
  • Inverkehrbringer (Hersteller oder Importeur) mit Kontakt
  • URL zum tatsächlichen DPP (Resolver-Endpoint)
  • Zeitstempel der Eintragung und letzten Aktualisierung

Die Inhalte des DPPs selbst (Material, Lieferkette, Pflege) liegen weiter beim Inverkehrbringer oder dessen DPP-Anbieter. Die Registry ist ein Verzeichnis, kein Speicher.

Wie die Meldung praktisch läuft

Die genauen API-Spezifikationen werden in den Monaten vor dem 19. Juli 2026 finalisiert. Wahrscheinlich ist eine REST-Schnittstelle und ein Webportal für manuelle Eintragungen. Anbieter wie Mapasso übernehmen die Synchronisation mit der Registry für ihre Kunden automatisch sobald die Schnittstelle steht.

Was vor dem Go-Live noch unklar ist

  • Konkrete API-Endpunkte und Authentifizierungs-Mechanismus
  • Rollen-Konzept (wer darf was lesen und schreiben)
  • Verhalten bei Insolvenz oder Wechsel des DPP-Anbieters (Trustee-Pflichten)
  • Aufnahme von Produkten aus pflichtigen Kategorien (Batterien) vs. später folgenden (Textil, Möbel)

Wir aktualisieren diese Seite sobald die Kommission die finalen technischen Spezifikationen veröffentlicht.

Was Händler jetzt tun sollten

  1. Inventur: welche Produkte aus deinem Sortiment werden ab welchem Datum DPP-pflichtig.
  2. GTIN-Strategie klären: ohne GTINs keine Meldung möglich.
  3. DPP-Anbieter wählen der Registry-Synchronisation übernimmt: manuelles Eintragen pro Produkt skaliert nicht.
  4. Kontaktdaten und Unternehmensstammdaten aktuell halten: die Registry braucht den verantwortlichen Inverkehrbringer.

Quellen

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