Die fünf Anforderungsfelder eines DPP-Prozesses
Ein DPP-Projekt ist kein einzelner Task, sondern ein Prozess aus fünf klar unterscheidbaren Feldern. Wer die Struktur kennt, weiss wo er im Projekt steht und was als nächstes ansteht.
Was passiert: Datenlage klar bekommen. Was habe ich schon, was fehlt, wo liegt es und wer verantwortet es.
Typische Fragen: Welche Produktgruppen bin ich betroffen? Wo liegen meine Material-Daten heute? Wer bei uns pflegt sie? Welche Qualität haben sie? Was brauche ich von meinen Lieferanten?
Dieses Feld dauert oft am längsten und wird am meisten unterschätzt.
Was passiert: Aus Vorlage und Quelldaten wird ein konkreter Pass mit eindeutiger Identität. GTIN wird vergeben, QR-Code oder NFC-Tag am Produkt angebracht.
Granularität variiert: Bei Batterien pro Einzelstück, bei Textil pro Charge, bei Waschmittel pro Artikel.
Was passiert: Der Pass läuft langfristig verfügbar, auffindbar und vertrauenswürdig. Hosting, Backup, klare Rollen und Rechte (Endkunde, Behörde, Recycler, Service).
EU-Aufbewahrungsfrist: mindestens 10 Jahre ab letztem Inverkehrbringen. Deshalb ist die Wahl des DPP-Anbieters eine langfristige Entscheidung.
Was passiert: Der Pass begleitet das Produkt über den gesamten Lebenszyklus: Nutzung, Wartung, Ersatzteile, Updates, Weiterverkauf, Recycling.
Bildhaft: ein "Logbuch" für Reparaturen und Servicefälle, das mit dem Produkt reist.
Was passiert: Der DPP ist ein interdisziplinäres Projekt. Es braucht eine klare Verantwortung (in grösseren Häusern "Head of DPP") sowie interne und externe Kommunikation.
Interne Stakeholder: Produktion, Einkauf, Supply Chain, IT/Stammdaten, Sustainability/ESG, Legal, Marketing/Customer Experience.
Externe Stakeholder: Lieferanten, Importeure, Händler, Reparaturbetriebe, Recycler, Markt- und Zollbehörden.
Was heisst das für einen Shopify-Händler?
Bei einer kleinen bis mittleren Shopify-Marke fallen die Felder oft auf wenige Personen zusammen. Der Gründer oder die Gründerin macht Vorbereitung, Erstellung und Organisation in Personalunion. Betrieb und Lifecycle liegen bei einem Tool wie Mapasso, damit du dich auf die inhaltliche Pflege konzentrieren kannst.
Mapasso deckt die Felder 2, 3 und 4 fast vollständig als Software ab. Felder 1 und 5 sind organisatorische Aufgaben, dort helfen wir mit Vorlagen und Anleitungen.
Es geht nicht um "möglichst viele Daten"
Ein häufiger Fehler in DPP-Projekten: zu viele Datenfelder für alle Stakeholder gleichzeitig sammeln. Die EU verlangt die richtigen Daten für den richtigen Stakeholder zum richtigen Zeitpunkt. Endkunden sehen andere Felder als Behörden, Recycler nochmal andere. Mapasso steuert das über rollenbasierte Sichten am Resolver.